Irish Terrier – Ein Urbursche wie er im Buche steht, gestern sowie heute

Die renommierte Zeitschrift Dogs hat über den Kennel Pastime in der Ausgabe 4/2007 berichtet.  Die Redakteurin war von der langjährigen Tradition der Zuchtstätte sowie vom Sachverstand der Züchter begeistert. Die tollen Fotos sprechen für sich.

Irish Terrier, oder besser irische Terrier, ist eine Bezeichnung für Terrier, die auf der grünen
Insel lebten und diente der Abgrenzung gegenüber den in England gezogenen Terriern.
Die irischen Terrier, so sagt es eine Geschichte, waren die Hunde der „kleinen Leute“, und
ihre Aufgabe war es, morgens mit in den Wald zum Wildern zu gehen und so den Speiseplan
mit etwas Fleisch anzureichern, vormittags auf die Schafe aufzupassen, nachmittags die
Kinder zu hüten und abends in der Kneipe zu kämpfen um so der Wettleidenschaft der
Anwesenden zu dienen. Durch Selektion wurden dann 4 Rassen gezüchtet, von denen eine der heutige Irish Terrier ist. Diese Vorgeschichte sollte man kennen, um das Wesen des Irish Terrier besser zu verstehen. Ein Wesen, das Jack London zu 2 mitreißenden Büchern inspiriert hat und das auch heute noch immer wieder Menschen wie ein Virus infiziert, die dann sagen: „ Einmal
Irish, immer Irish“! Oder die die Frage:“ Was ist besser als ein Irish?“beantworten mit: „2 Irish!“
Vor über 30 Jahren kam unser erster Irish Terrier in unser Haus. Er hatte die Aufgabe, unsere
kleinen Töchter zu beschützen, wenn sie im angrenzenden Wald spielten. Er war ihnen ein
Spielkamerad. Leider wurde er nicht alt, denn er hatte auch eine vorzügliche Nase und
witterte jede läufige Hündin im Umkreis von mehreren Kilometern. Dann konnte ihn auch ein
in eine dichte Hecke eingewachsener Zaun nicht mehr halten. Er kletterte an der Innenseite
hoch und ließ sich auf der anderen Seite fallen. Eine Unachtsamkeit auf der Bundesstraße
kostete ihn das Leben.
Die Hunde, die damals züchtet wurden, erfüllten Merkmale von Gebrauchshunden, sie hatten Knochenstärke, waren gut bemuskelt, hatten kräftige Kiefer und gute Bewegungen. Dabei waren sie nicht grob sondern harmonisch in ihrem Erscheinungsbild. In der Begegnung mit fremden Hunden waren sie sicher anstrengender als sie es heute vielfach sind. Sie machten ihrem Beinamen „dare devil“ (Draufgänger) oder „red devil“ (roter Teufel) alle Ehre. Diese Eigenschaft war es, die den Irish Terrier berühmt gemacht hat, als er im 1. Weltkrieg zwischen den Linien als Botenhund eingesetzt wurde.
Züchter warnen davor, den Irish Terrier „lieber“ zu züchten,es wäre dann nur noch ein Hund mit rotem Fell aber kein Irish Terrier mehr.Trotzdem hat sich der Irish Terrier in den letzten Jahren gewandelt. Die Diskussion über die Kampfhunde, die Anforderung als Partner bei Sport und Spiel und als Sozialpartner erfordern einen Hund, der umgänglicher ist. Auch das Erscheinungsbild hat sich geändert. Wir Züchter haben in unserer Zucht darauf geachtet, nicht zu große Rüden einzusetzen und damit die Größe der Hunde annähernd dem Standard entsprechend zu halten. Der Einsatz amerikanischer Rüden hat dem Nachwuchs mehr Eleganz und ein rassiges
Erscheinungsbild verliehen.
Glücklicherweise waren Filme, in denen Irish Terrier mitwirkten oder Futtertüten mit den
Bildern von Irish Terriern nicht so erfolgreich, dass der Irish Terrier Modehund geworden ist.
So ist der Irish Terrier immer noch ein gesunder Hund mit einem eigenwilligen Wesen, was
manchmal anstrengend ist aber sehr liebenswert.